Heimserver auf dem Raspberry Pi

Viele haben sich im vergangenen Jahr einen Raspberry Pi zugelegt, eine Weile daran herumgespielt, und das Gerät schließlich in die Gerümpelecke verbannt. Sie wissen schon – gleich neben dem Fondue-Set und dem Sushi-Rollen-Roller.

Seien wir ehrlich: der Raspberry Pi ist jetzt nicht das Übergerät. Für den Einsatz als Desktop-Rechner eignet er sich mangels Leistung nicht. Das Gleiche trifft für den Einsatz als Mediacenter zu, das ist jedenfalls meine Meinung.

Was qualifiziert den Pi also für einen Platz außerhalb der Rumpelkammer?

Diese Frage stellte ich mir Anfang des Jahres 2014. Nach einiger Überlegung beschloss ich, dass der Kleine sein Dasein von nun an als File-, Web- und Kalenderserver zu fristen hatte. Schließlich bezieht der Pi nur ~5 W an elektrischer Leistung, da kann man es sich schon leisten, ihn rund um die Uhr laufen zu lassen.

Beim Einrichten des Servers habe ich erstaunlich viel über Linux und diverse Serversoftware gelernt. Diese frisch gewonnen Erkenntnisse möchte ich in der neuen Kategorie Raspberry Pi Server teilen, in der Hoffnung dass dem leidgeplagten Hobby-Admin so einige Stunden Tüftelei und Frustration erspart bleiben mögen.

Eine Einschränkung jedoch vorweg: dass der Pi ein echtes Sparbrötchen ist, was den Energiebedarf angeht, kommt nicht von ungefähr. Er ist und ein bleibt in puncto Rechenleistung ein besserer Taschenrechner. Dadurch fallen aufwändigere Serveranwendungen von vornherein unter den Tisch.

Ich werde weiterhin davon ausgehen, dass ganz grundlegendes Wissen über Linux vorhanden ist und dass bereits ein Raspbian Betriebssystem (am besten in der abgespeckten Variante ohne Desktop) installiert wurde. Anleitungen, wie das zu bewerkstelligen ist, finden sich zuhauf auf der Suchmaschine des Vertrauens.